NEU: Veranstaltungsreihe und Ausstellung "Partigiani" Gegen Faschismus und Deutsche Besatzung. Der Widerstand in Italien. [mehr unter Termine]

Text zum aktuellen Stand des Projekts "Geschichtsbilder"

Reisebericht und Fotos unsere Israelreise


Das Projekt möchte die Geschichtsbilder der Shoah und des Zweiten Weltkrieges von jüdisch-russischen MigrantInnen in Israel und der Bundesrepublik vergleichen.
Die jüdische Identität spielte in der Sowjetunion eine untergeordnete Rolle. Dies zeigt sich auch in der fehlenden Aufarbeitung der Shoah und der einseitigen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in der UdSSR.
Das Projekt will erarbeiten, in welchem Maße sich die Geschichtsbilder der - in der SU sozialisierten und ausgebildeten - JüdInnen durch die Migrationserfahrung veränderten oder konserviert wurden.
Zu untersuchen ist, welchen Einfluss das neue und freie politische wie religiöse Leben auf die Bildung einer eigenen "jüdischen Identität" hatte und wie sich der damit eng verbundene Umgang mit der eigenen Geschichte veränderte. Es soll ebenfalls untersucht werden, wie durch die eingewanderten JüdInnen möglicherweise Geschichtsbilder oder Erinnerungsdiskurse in Israel und auch in der Bundesrepublik beeinflußt wurden.
Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Modell Einwanderungsgesellschaft. Sowohl Israel als auch Deutschland verstehen sich als Einwanderungsgesellschaften jüdischer MigrantInnen, gleichwohl die Gründe für diese Modelle sehr unterschiedlich sind. Entsprechend liegen beiden Modellen auch unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf die eigene jüdische Identitätsbildung zugrunde.
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung der Betrachtungsweisen sowohl israelisch-jüdischer als auch deutsch-jüdischer MigrantInnen bezüglich der historischen Hintergründe für das Selbstverständnis der jeweiligen Gesellschaften dies besonders in Bezug auf die Entwicklungen nach 1989. Erörtert werden sollen aber vor allem die jeweiligen Veränderungen der Geschichtsbilder, den unterschiedlichen Schichten der Erinnerung und der damit einhergehenden jüdischen Identitüt jüdisch-russischer MigrantInnen.

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